Raf Camora: Seine Musik sein Leben

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Seit Oktober´23 plagten den Künstler Probleme mit einem starken Tinnitus und einem immer wiederkehrenden Hörsturz. Eine Auszeit aus der Musik, war für den Wiener die einzig logische Konsequenz

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Raf Camora ist einer der bekanntesten Musiker im deutschsprachigen Raum. 1984 wurde er in Bern als Raphaël Ragucci geboren und wuchs im Wiener Bezirk Favoriten auf. Seine Eltern sind italienischer Abstammung, was sich auch in seinem Musikprojekt Wiener Wunder widerspiegelte, das er gemeinsam mit Nazar gründete. Doch Raf Camora ist vor allem für seine Arbeit als Solo-Künstler bekannt.

Seine Karriere begann er als Mitglied der Hip-Hop-Crew Balkan Express

mit der er 2005 das Album „Balkan Express“ veröffentlichte. Im Jahr 2006 folgte sein Solodebüt „Nächster Stopp Zukunft“, das jedoch noch keinen großen Erfolg einbrachte. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis er mit seinem Mixtape „Therapie nach dem Tod“ im Jahr 2012 seinen Durchbruch feierte.

Raf Camora gehört zu den erfolgreichsten Künstlern im deutschsprachigen Raum

Er war sowohl als Solokünstler als auch als Teil der Gruppe „187 Strassenbande“ erfolgreich. Nachdem er sich von der Gruppe trennte, startete er seine Solokarriere richtig durch und hat seitdem zahlreiche erfolgreiche Hits veröffentlicht. Einige seiner bekanntesten Werke sind „Palmen aus Plastik“, „Zenit“ und „Paris“.

Doch Raf Camora ist nicht nur ein erfolgreicher Musiker, sondern auch ein begnadeter Produzent. Er produzierte zahlreiche Tracks für andere Künstler wie Kay One, Nazar oder Chakuza und hat dadurch maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Karriere machen konnten.

In seinen Texten geht es meist um

Frauen, Drogen, Partys und das Leben im Rampenlicht. Doch auch politische Themen wie Rassismus und gesellschaftliche Ungerechtigkeit sind immer wieder Teil seiner Texte. Aber auch Schwere Themen wie Depressionen, Hoffnungslosigkeit oder die Liebe finden sich in seinen Songs wieder.

Raf Camora setzt oft auf melodische Hooklines und sanften Gesang

was wohl auch ein Grund dafür ist, dass er von vielen Fans als „Poet“ bezeichnet wird. Dabei arbeitet er gerne mit anderen Künstlern zusammen und vermischt verschiedene Genres wie Rap, Pop und Dancehall. So arbeitete er unter anderem mit Bonez MC, Bailey, KC Rebell und Bausa zusammen.

Ein besonderes Merkmal von Raf Camora ist seine Vielseitigkeit. Seine Musik ist nicht auf ein Genre oder einen Stil festgelegt. Er experimentiert gerne mit verschiedenen Rhythmen, Klängen und Gesangsarten und sorgt so immer wieder für neue Impulse in der Musikszene. Dabei schafft er es, auch in den Charts erfolgreich zu sein und gleichzeitig anspruchsvolle Musik zu produzieren.

Neben seiner Karriere als Musiker

betätigt sich Raf Camora auch als Unternehmer. Er beteiligt sich an verschiedenen Start-ups und ist auch als Investor tätig. Besonders am Herzen liegt ihm dabei die Förderung von jungen Künstlern. So gründete er „Indipendenza“, ein Label, das jungen Künstlern eine Plattform bietet, um ihre Musik zu veröffentlichen und bekannt zu machen.

2018 kündigte Raf Camora überraschend an

sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. „Palmen aus Plastik 2“, sein letztes Album mit Bonez MC, war ein riesiger Erfolg und erklärte er auf Instagram, dass er aufhören wolle, solange es noch Spaß mache, bevor es zu einer Pflicht und einem Job werde. Dennoch verspricht er seinen Fans, dass er noch einige Projekte auf den Weg bringen werde, bevor er endgültig Schluss macht.

Raf Camora hat einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Musikszene geleistet. Er hat gezeigt, dass man nicht in eine Schublade gesteckt werden muss, um erfolgreich zu sein und dass man mit seiner Musik auch politische Botschaften vermitteln kann. Sein Einfluss auf die junge Generation von Künstlern und Fans ist unbestreitbar und wird auch in Zukunft noch zu spüren sein.

Die Gesundheit macht Raf Camora zu schaffen

Seit Oktober´23 plagten den Künstler Probleme mit einem starken Tinnitus und einem immer wiederkehrenden Hörsturz. Eine Auszeit aus der Musik, war für den Wiener die einzig logische Konsequenz.

„Ich wache oft nachts davon auf und höre tagsüber in unterschiedlichsten Situationen plötzlich minutenlang nichts mehr, außer einen hohen Piepton“, erzählte der Musiker

Raf Camora

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