Wer Rock’n’Roll mit Glamour, Gitarrenriff und einer Stimme verbindet, die sofort Gänsehaut auslöst, landet schnell bei Aerosmith. Aerosmith ist eine US-amerikanische Rock-Band, die im Jahr 1970 in Boston gegründet wurde – und sie wurde weit mehr als eine klassische Hard-Rock-Formation. Die Band lieferte Stadionhymnen, überstand einen spektakulären Absturz, prägte mit einem Hip-Hop-Crossover die Popgeschichte und blieb bis zuletzt ein Live-Magnet.
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Aerosmith: Die US-Rockband aus Boston seit 1970
Am Anfang standen Steven Tyler, Joe Perry, Tom Hamilton, Joey Kramer und Gitarrist Ray Tabano. Kurz darauf wurde Brad Whitford Teil der festen Besetzung. Aus der lokalen Bostoner Szene entwickelte sich eine Band, deren Sound bluesige Gitarren, dreckigen Rock’n’Roll und Tylers unverwechselbar hohe, raue Stimme miteinander verschmolz.
Das selbstbetitelte Debütalbum von 1973 machte Aerosmith zunächst in Rockkreisen bekannt. Der große Durchbruch folgte mit Alben wie Toys in the Attic und Rocks. Songs wie „Sweet Emotion“, „Walk This Way“ und „Dream On“ sind nicht einfach alte Rocktitel: Sie gehören zum musikalischen Grundvokabular von Radio, Festivals, Sportarenen und Generationen von Gitarristen.
Gerade „Dream On“ zeigt, warum Aerosmith mehr konnten als laute Riffs. Die Ballade baut sich langsam auf, wird immer dramatischer und endet in einem der berühmtesten Vocal-Momente des Classic Rock. Wer den Song heute zum ersten Mal hört, merkt schnell: Diese Intensität ist nicht bloß Nostalgie.
Aerosmith Steckbrief: Rocklegenden aus Boston
Aerosmith zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Rockbands der Musikgeschichte. Die Band stammt aus Boston, Massachusetts, und wurde im Jahr 1970 gegründet. Musikalisch bewegt sich Aerosmith vor allem zwischen Hard Rock und Bluesrock und prägte mit ihrem charakteristischen Sound mehrere Generationen von Rockfans.
Im Mittelpunkt der Band steht Sänger Steven Tyler, der mit seiner markanten Stimme und energiegeladenen Bühnenpräsenz zu einem der bekanntesten Frontmänner der Rockgeschichte wurde. An der Leadgitarre steht Joe Perry, mit dem Tyler über Jahrzehnte das prägende musikalische Duo von Aerosmith bildete. Komplettiert wurde die ursprüngliche Besetzung durch Bassist Tom Hamilton und Schlagzeuger Joey Kramer.
Die Gründung von Aerosmith
Aerosmith entstand Anfang der 1970er-Jahre in Boston. Zur ursprünglichen Besetzung gehörten Steven Tyler, Joe Perry, Tom Hamilton und Joey Kramer. Auch Gitarrist Raymond Tabano war zunächst Teil der Band, wurde jedoch bereits 1971 durch Brad Whitford ersetzt.
Mit ihrer Mischung aus kraftvollem Hard Rock, bluesigen Gitarrenriffs und Steven Tylers unverwechselbarem Gesang entwickelte die Band schon früh ihren eigenen Stil. Joe Perry und Steven Tyler wurden dabei zu den prägenden Köpfen der Gruppe.
Wechselnde Besetzung
Im Laufe ihrer langen Bandgeschichte kam es immer wieder zu Veränderungen in der Besetzung. Joe Perry verließ Aerosmith 1979, kehrte jedoch 1984 wieder zurück. In dieser Zeit übernahm Jimmy Crespo die Leadgitarre. Auch an der Rhythmusgitarre gab es einen Wechsel: Rick Dufay spielte von 1980 bis 1984 für die Band, bevor Brad Whitford zurückkehrte.
Trotz dieser Veränderungen blieb die klassische Besetzung das Herzstück von Aerosmith. Neben Steven Tyler, Joe Perry und Tom Hamilton gehörte insbesondere Schlagzeuger Joey Kramer über viele Jahre zum festen Kern der Band.
Vom Exzess zum Comeback, das alles veränderte
Die Geschichte von Aerosmith hat auch die dunkle Seite des Rockstardaseins. Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre belasteten Drogenprobleme, interne Konflikte und wechselnde Besetzungen die Band massiv. Joe Perry und Brad Whitford verließen die Gruppe zeitweise. Viele Acts wären an diesem Punkt in der Kategorie „legendär, aber vorbei“ gelandet.
Aerosmith kamen jedoch zurück. Nachdem die klassische Besetzung wieder vereint war, öffnete ein unerwarteter Moment die Tür zu einem völlig neuen Publikum: 1986 nahmen Run-D.M.C. „Walk This Way“ gemeinsam mit Aerosmith neu auf. Das Video, in dem Rock und Hip-Hop buchstäblich eine Wand durchbrechen, wurde zum Kulturereignis. Es machte deutlich, dass Genres sich nicht abschotten müssen, um Haltung zu zeigen.
Für Rockfans war der Song ein Reminder an die Wucht des Originals. Für eine jüngere Generation war er der Einstieg in Aerosmith. Dieses Crossover zählt bis heute zu den prägendsten Kollaborationen der Popgeschichte – und bewies, dass die Band ihren Sound nicht konservieren wollte.
Die Hits der 80er und 90er: Aerosmith im Pop-Modus
Mit Permanent Vacation, Pump und Get a Grip wurden Aerosmith endgültig zu globalen Superstars. Sie kombinierten harte Gitarren mit eingängigen Hooks, großen Refrains und Videos, die auf MTV omnipräsent waren. „Dude (Looks Like a Lady)“, „Rag Doll“, „Love in an Elevator“, „Janie’s Got a Gun“, „Cryin’“ und „Crazy“ gehören in diese Phase.
Nicht jeder langjährige Fan liebte die stärkere Ausrichtung auf Power-Balladen und Mainstream. Genau darin liegt aber ein Teil der Bandgeschichte: Aerosmith blieben nicht in einer einzigen Rock-Schublade sitzen. Sie konnten verschwitzten Clubrock genauso glaubwürdig wie filmreife Arena-Balladen.
1998 kam mit „I Don’t Want to Miss a Thing“ der größte kommerzielle Hit. Der Song aus dem Film Armageddon erreichte Platz eins der US-Charts und zeigte Aerosmith einem Publikum, das mit klassischem Hard Rock möglicherweise wenig anfangen konnte. Puristen mögen darüber streiten – für die Reichweite und das Pop-Erbe der Band war dieser Moment riesig.
Warum Aerosmith als Live-Band so wichtig bleiben
Auf der Bühne lag stets ein großer Teil der Aerosmith-Magie. Joe Perrys Gitarrenarbeit klingt schnörkellos, aber nie beliebig. Steven Tyler ist kein kontrollierter Perfektionist im sterilen Sinn, sondern ein Frontmann mit Risiko, Charisma und dieser leicht gefährlichen Energie, die Rockshows brauchen.
Auch deshalb traf die Nachricht vom Tour-Rückzug 2024 viele Fans hart. Nach einer schweren Verletzung von Steven Tylers Stimmbändern sah sich die Band gezwungen, die Abschiedstournee abzusagen und sich aus dem Tourbetrieb zurückzuziehen. Das ist keine kleine Fußnote, sondern das Ende einer Ära, die über fünf Jahrzehnte hinweg Millionen Menschen live erlebt haben.
Aerosmith hinterlassen keine makellose, glattgebügelte Karriere. Gerade das macht sie spannend. Zwischen Bluesrock, Exzessen, Comeback, Hip-Hop-Moment und Hollywood-Ballade liegt eine Geschichte, die sich kaum kopieren lässt. Wer ihre Songs heute laut aufdreht, hört nicht nur Classic Rock – sondern eine Band, die immer wieder den Mut hatte, größer zu denken als ihr eigenes Image.


Aerosmith hat verdammt gute Songs.